Losgrößenplanung

Die Losgrößenplanung wird immer dann relevant, wenn mit dem Beginn der Produktion eines Produkts oder Zwischenprodukts Rüstzeiten oder Rüstkosten verbunden sind. Werden z.B. mehrere Getränkesorten mit ein und derselben Abfüllanlage in Flaschen abgefüllt, dann ist für den Produktwechsel i.d.R. ein Umrüstvorgang erforderlich, der oft länger als eine Stunde dauern kann.

Losgrößenprobleme hängen sehr stark von den Eigenschaften des Produktionssegmentes ab, in dem sie auftreten. So sind die Losgrößenprobleme in einem Betrieb, in dem viele Produktvarianten in geringen Mengen in Werkstattproduktion hergestellt werden, anders als die Losgrößenprobleme in einem Betrieb, in dem Produktionsaufträge eine Anlage mehrere Wochen hintereinander belegen (Sortenproduktion). Im ersten Fall wird man eher eine Modellformulierung verwenden, in der der Planungszeitraum in relativ lange Perioden zerlegt wird (Makroperioden-Modell), während man im letztgenannten Fall entweder die Zeit als eine kontinuierliche Größe betrachtet, oder eine sehr feine Zeiteinteilung (Mikroperioden-Modell) verwendet. Auf der Basis praxistauglicher Modellierungen von Losgrößenproblemen entwickeln wir geeignete Lösungsverfahren.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung von Optimierungsverfahren für Losgrößenprobleme, bei denen die Nachfragen zwar dynamisch, aber nicht mit Sicherheit bekannt sind (stochastische Losgrößenprobleme).

 

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AD Dr. Johannes Antweiler
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